Denkmalpflege und Heimatschutz

Denkmalpflege

Der Staat ist sich der Wichtigkeit kulturhistorischer Güter bewusst und hat daher Instrumente und Stellen geschaffen, die sich dem Erhalt und der Pflege historischer Gebäude, Siedlungen und Anlagen widmen. Es sind staatliche Fachstellen, die einen Gesetzesauftrag umsetzen. Diese Stellen werden verkürzt „Denkmalpflege“ genannt. Diese führt das «Inventar der kunst- und kulturhistorischen Schutzobjekte» und ist zuständig für die darin enthaltenen Bauten. Sie berät und begleitet Bauwillige von Inventarobjekten und Projekten und wirkt beim Baubewilligungsverfahren mit. Sie behandelt Bau- und Beitragsgesuche, führt die überkommunalen Inventare und ist für bauhistorische Untersuchungen, Dokumentationen wie auch für die Kulturgüterschutzdokumentationen zuständig.

Heimatschutz

Unter "Heimatschutz" sind die verschiedenen, privatrechtlich organisierten Vereine gemeint, die sich ebenfalls dem Erhalt und der Pflege historischer Kulturgüter wie Gebäuden, Siedlungen, Gärten, Freiräumen, Verkehrswegen und Verkehrsmitteln usw. widmen. Ihre Tätigkeiten werden durch private Mittel wie Mitgliederbeiträge, Spenden und Legate sowie durch Einnahmen durch den Verkauf von Publikationen, dem Schoggitaler uam. finanziert. Der Einsatz von vielen Freiwilligen und von ehrenamtlich geleisteter Arbeit macht es möglich, dass viele historisch wertvolle Kulturgüter erhalten bleiben.

Was bedeutet es, wenn eine Liegenschaft oder ein Garten "im Inventar" eingetragen ist?

Wertvolle Zeugen der Bau- und Gartenkunst werden durch die Denkmalpflege inventarisiert und in das Inventar schützenswerter Bauten und Anlagen aufgenommen. Dieser Eintrag ist noch keine Unterschutzstellung, sondern nur ein Hinweis darauf, dass es sich um einen historisch wertvollen Bau oder ein schützenswerte Objekt handelt. Sobald Veränderungen jeglicher Art — auch geringfügige — am Objekt vorgenommen werden, muss durch die staatlichen Stellen abgeklärt werden, welche Teile zu schützen sind. Eine Veränderung ist dann nicht oder nur beschränkt möglich und das Bauvorhaben muss in enger Absprache mit der Denkmalpflege ausgeführt werden. Es wird ein Schutzvertrag ausgehandelt oder aber eine Schutzverfügung erlassen. Möglich ist auch, dass aufgrund der Schutzabklärung die Streichung aus dem Inventar beschlossen wird.

Sie sind Eigentümer eines inventarisierten Objektes oder wollen ein solches erwerben?

Erkundigen Sie sich rechtzeitig bei der Denkmalpflege, welche Umgestaltungsmassnahmen möglich sind. Die Stelle verfügt über ausgewiesene Fachleute, die Sie in solchen Fällen beraten und Tipps geben wie Umbauten und Renovationen ausgeführt werden können.